Start in Osterode
Blick auf den Brocken
Blick auf Torfhaus
Oberharzer Wasserregale
Wandern durch das Hochmoor
Grenzüberquerung
Original Hexen
Luchs - Ich lebe hier
Bitte Bild anklicken

Der Harzer-Hexen-Stieg
mit Brockenumgehung

Wegbeschreibung für 6 Etappen
Von Osterode nach Thale 112 km



1. Tag: Willkommen in Osterode
2. Tag: Osterode - Polsterberg17 km
3. Tag: Polsterberg - Torfhaus17 km
4. Tag: Torfhaus - Braunlage22 km
5. Tag: Braunlage - Königshütte18 km
6. Tag: Königshütte - Wendefurth19 km
7. Tag: Wendefurth - Thale19 km
8. Tag: Rücktransfer nach Osterode          

Auf alten Handelswegen:
1. Etappe: Von Osterode nach Polsterberg ca. 17 km, ca. 5 Std.

Die schmucke Fachwerkstadt Osterode ist Ausgangspunkt der Wanderung. Von hier, aus dem Harz-Kornmagazin (heute das Rathaus), wurde einst die Ernährung der Erzbergarbeiter gesichert. Entlang des historischen Hundscher Weges erreichen Sie nach zwei Stunden Aufstieg den Marienblick, einen herrlichen Aussichtspunkt in das Lerbachtal.
Weiter geht’s auf schönen Waldwegen vorbei am Bärenbrucher Teich in Richtung Polsterberg. Da auf Polsterberg keine Übernachtungsmöglichkeit vorhanden ist, werden Sie hier ohne Wartezeit abgeholt. Der Übernachtungsort ist Altenau. Fahrzeit 10 Minuten.

Das Oberharzer Wasserregal:
2. Etappe: Von Polsterberg nach Torfhaus ca. 17 km, ca. 5 Std.

Am heutigen Morgen werden sie pünktlich nach Polsterberg gefahren. Hier geht die Wanderung auf dem Hexen-Stieg weiter, in Richtung Altenau. Kennen Sie den "Sperberhaier Damm"? Das von Hand aufgeschüttete imposante Bauwerk diente einst zur Wasserversorgung der Clausthaler Mienen, ebenso wie die zahlreichen Teiche, Gräben und Wasserläufe
( = unterirdische Kanäle) des Oberharzer Wasserregals. Die Mundlöcher, Ein- und Austrittsstellen des Wassers in die Unterwelt, sind teilweise noch erkennbar. Achten Sie einmal auf die "Dennert-Tanne", die harztypischen gelben Hinweistafeln in Form eines Nadelbaums, dem Baustoff der Bergleute. Vorbei an Altenau betreten Sie den Nationalpark Harz. Das Teilstück Magdeburgerweg ist die Krönung dieser Wanderetappe.
Mit etwas Glück begegnet uns ein scheuer Luchs - der König der Harzer Wälder, der hier wieder ausgewildert wurde, und informieren Sie sich im Nationalpark Torfhaus über die Vergangenheit und Zukunft dieser Region. Da auf Torfhaus keine Übernachtungsmöglichkeiten vorhanden sind, weichen Sie nach Bad Harzburg dem größten Kurort des Harzes aus (10 Minuten Fahrzeit).

Durch den Nationalpark Harz:
3. Etappe: Vom Torfhaus nach Braunlage, 20km, ca. 6 Std.

Sie kennen den Brocken schon? Dann ist die Brockenumgehung die geeignete Alternative für Sie. Am Ende vom Torfhaus Richtung Braunlage circa 100 m rechts erreichen Sie den Märchenweg, der Sie bis zum Oderteich führt. Sie überqueren die Harzhochstraße.
Auf dem Rehberger Grabenweg erreichen Sie die alte Bergstadt Sankt Andreasberg. Der Rehberger Graben erschloss den Bergbau im Ort durch das Wasser des Brockengebietes. Die Grube Samson mit dem angeschlossenen Kanarienvogelmuseum geben einen guten Einblick in das frühere Leben der Bergleute. Durch die blühenden Bergweisen führt der Weg weiter, steigt in das Odertal hinunter und wieder bergauf nach Braunlage, mit Burgberg und einem schönen Kurgarten. Hier in Braunlage die nächste Übernachtung.

Über Hochwiesen zur Überleitungssperre:
4. Etappe: Braunlage nach Königshütte, 18km, ca. 5 Std.

Das Wintersportzentrum im Herzen des Harzes ist auch im Sommer beliebt und wanderfreudig eingestellt. Sie wandern am Eislaufstadion vorbei, verlassen den Ort in Richtung Elend und erreichen die Breemke, das ehemalige Grenzflüsschen. Ab hier wandern sie bereits in Sachen-Anhalt. Zwei Gedenksteine erinnert hier an diese unselige Zeit der deutschen Teilung. Weiter führt Sie der Wanderweg nach Elend, mit der kleinsten Holzkirche Deutschlands. Sie verlassen Elend entlang der "Kalten Bode" und erreichen die Talsperre Mandelholz, welch schon zu den Ausläufern des Rappbodetalsperren-Systems gehört. Wer bis Königshütte etwas geruhsamer wandern will, holt sich rechts der Talsperre bis zum Staudamm, diesen überqueren Sie, halten sich rechts und erreichen am Königshütter Wasserfall wieder den Hexen-Stieg. Die Wanderung geht durch das Dorf. Bald entdecken Sie ihre heutige Unterkunft.

Der Talsperrenverband: Die nördliche Route
5. Etappe: Von Königshütte nach Wendefurth, 17 km, circa 5 Std.

Am nächsten Morgen wandern Sie aus Könisghütte in Richtung Tanne. Am Ortsausgang folgen Sie der Ausschilderung nach links wo sich Warme und Kalte Bode vereinigen. Hier steht auch die Ruine Königsburg. Entlang der Königshütter Überleitungssperre, hinauf in den Wald Richtung Rübeland mit dem noch aktiven Tagebau Suseburg, führt uns dieser Weg oberhalb von Rübeland zu einem ausgeschilderten Aussichtspunkt, bitte besuchen. In den Höhlenbort Rübeland mit den berühmten zwei Tropfsteinhöhlen. Wenn es Ihre Zeit erlaubt, empfehlen wir Ihnen eine der beiden Tropfsteinhöhlen zu besichtigen. Von Rübeland wandern Sie durch den kleinen Urlaubsort Neuwerk und weiter entlang der Talsperre Wendefurth, einem Teil des Rappbodetalsperren-Systems, der größten Talsperre Deutschlands. Am Ende der Talsperre sehen Sie eine Staumauer welche Sie überqueren. An dem neugebauten und wunderschönen Blumenrondell vorbei haben Sie die Möglichkeit auf einem, schwimmenden, Kleinrestaurant eine Rast einzulegen. Sie können sich hier auch Runder- und Tretboote ausleihen. Nach dieser interessanten Zwischenstation wandern Sie auf dem Harzer-Hexen-Stieg weiter, bis zur Landstraße 81. Hier halten Sie sich links und erreichen nach 100 m Ihr Etappenziel "Hotel zur Bode", ein sehr, sehr freundliches Haus.

Das Bodetal:
6. Etappe: Von Wendefurth nach Thale 19 km, ca. 5 - 6 Stunden

Von Wendefurth, dem Tor zum Bodetal, wandern Sie auf ebenen Wegen. Ab jetzt begleitet Sie das Flüsschen Bode bis nach Thale. Zwischendurch sehen sie auf der linken Seite Altenbrack und nach 4 km den Urlaubsort Treseburg. Hier wird die Forelle frisch und abwechslungsreich angeboten. Ab Treseburg wandern Sie jetzt das letzte und wohl schönste Teilstück ihrer Wanderung durch das Naturschutzgebiet Bodetal mit dem "Grand Canyon" des Harzes, die größte Felsenschlucht nördlich der Alpen. Einzigartig ragen die Steilwände auf, Buchen, Fichten und Eiben krallen sich in den Fels. Hinauf und wieder hinunter führt uns der Weg und gewährt atemberaubende Ausblicke. Hier lässt sich ihre Kondition erproben: Links hoch auf die Roßtrappe? Oder kurz darauf nach rechts, zum Hexentanzplatz?
Wer nicht mehr laufen mag, kann auch die Kabinenbahn wählen. Einen der beiden Abstecher sollte man auf jeden Fall angehen, bevor man unten im Tal weiter nach Thale gelangt, dem Endpunkt des Harzer-Hexen-Stieges. Sie sind den Wanderweg des Jahres 2008 gewandert. Wir hoffen, dass diese Wanderung für Sie in unvergesslicher Erinnerung bleibt.
Ihr Hans-Dieter Peters.

Haben wir Ihr Interesse geweckt? Dann viel Spaß beim Wandern.